Kommunikation ohne Grenzen: Wie Kinder Sprachbarrieren überwinden

Als Großmutter verbrachte ich einen lauen Freitagabend im Park im 16. Bezirk. Die Atmosphäre war erfüllt von kindlicher Freude und Kommunikation, wobei die Kinder in verschiedenen Sprachen miteinander sprachen. Dieser Artikel schildert meine Erlebnisse mit den Kindern, darunter auch autistische Jungen, und zeigt, wie Sprachbarrieren überwunden werden können, um Harmonie in einer vielfältigen Gesellschaft zu schaffen.
Im Park tummelten sich viele Kinder, die sich in verschiedenen Sprachen verständigten. Gemeinsam sprachen sie Deutsch, was sich als die einzige mögliche Kommunikationssprache herausstellte. Unter den Kindern waren auch drei autistische Jungen, von denen einer oft einfach in meiner Nähe stand. Mithilfe von Gesten und autistischen Zeichen kamen wir schnell ins Gespräch. Die Mutter eines Jungen aus Afrika erklärte mir in fließendem Deutsch die Situation und die Probleme ihres Sohnes. Sie konnte Fachbegriffe benennen und erzählte offen, dass sie Hilfe gesucht und gefunden hatte. Ihre Ansichten überzeugten mich schnell, dass sie sich auch unter schwierigen Bedingungen integrieren konnte. Ich habe keine Vorurteile gegenüber Frauen in langen Mänteln und mit verhüllten Köpfen. Für mich ist die Möglichkeit der Kommunikation entscheidend.
Eine Geschichte der Integration
Die Frau erzählte mir, dass sie ab Montag in der Schule ihres Sohnes als Assistentin arbeiten wird und sich weiterhin, soweit möglich, weiterbilden möchte. Sie nahm ihr Schicksal mit Demut an, und ein zauberhaftes Lächeln verschwand nicht aus ihrem Gesicht. Im Park spielten viele Kinder unterschiedlicher Hautfarbe und Sprache miteinander. Auch die autistischen Jungen fanden ihren Platz unter ihnen. Meine Enkelin spielte im Bereich für die Kleinsten. Die größte Freude hatten die Kinder im Sandkasten, wo sie mit Wasser spielten. Plötzlich entstand unter den älteren Kindern ein Streit, und sie begannen, sich auf Arabisch zu beschimpfen. Eine Schlägerei drohte. Ohne zu zögern, wandte ich mich den Kindern zu und stoppte sie, als sie anfingen zu schreien. Es war bereits nach acht Uhr abends, der Himmel war dunkel, und es schien, als würden die Kinder niemandem fehlen.
Ich bat die Kinder, mit dem Schreien und Streiten aufzuhören, und auf Deutsch bildete sich eine Diskussionsrunde. Ich fragte die Kinder nicht, warum sie stritten, sondern begann meine Moderation mit der Frage: Wie geht es euch? Innerhalb einer Minute waren die Kinder entspannt, und bald saßen bis zu 30 Kinder um mich herum, die sich über jemanden freuten, der sich für sie interessierte. Sie begannen zu lachen, entschuldigten sich für ihren Streit, und wir sprachen gemeinsam über die Möglichkeit, zu diskutieren, zu reden und die Meinung anderer zu respektieren. Im Park kehrte Ruhe ein. Die Kinder bemühten sich, miteinander zu kommunizieren, und plötzlich war die Atmosphäre entspannt. Auch die Eltern schlossen sich an, und die harmonische Stimmung hielt fast 45 Minuten an.
Gemeinsame Lösungsfindung
Ich fragte die Kinder, warum sie glauben, dass manche Erwachsene im Park sie anschreien und beschimpfen. Gemeinsam überlegten wir, wie Konflikte vermieden werden können, damit sich jeder im Park wohl und sicher fühlt. Das Gespräch kam auf das bevorstehende Schuljahr und darauf, wie wichtig es ist, Deutsch zu sprechen. Ich bemerkte, dass viele Kinder mit ihren Geschwistern im Park waren und es zu Hause vielleicht nicht so einfach haben. Ich bin keine Heldin, sondern eine Großmutter, die zufällig mit ihrer Enkelin im Park war. Für einen Moment zeigte ich Kindern aus aller Welt, dass es möglich ist, ohne Gewalt und Lärm miteinander zu kommunizieren. Kinder brauchen das Gefühl, respektiert und ernst genommen zu werden. Die Atmosphäre, die wir gemeinsam in kürzester Zeit geschaffen haben, war so stark, dass die Kinder nicht nach Hause gehen wollten. Sie fragten mich, ob ich noch einmal im Park vorbeikommen würde, um ein Gespräch zu führen, und das habe ich vor. Es braucht nur wenig, um sich gegenseitig kennenzulernen und zu respektieren. Nicht mehr: die bösen Migrantenkinder, für mich sind sie Gesprächspartner. Ich bin mir bewusst, dass es meine Entscheidung ist, mein Weg, vielleicht ein wenig anders, aber er bringt Ruhe und Frieden.
Ihre Jana
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Verwendete Quellen:
Symbolfoto: https://www.pexels.com/de-de/foto/sitzung-sitzen-gras-madchen-16420122/
Autorin: Jana Graff Löwbeer
E-Mail: jana.graff@viedencan.at












