Geistlicher Wegweiser für Slowaken im Januar 2026

Der Beginn des Kalenderjahres steht für viele Gläubige im Zeichen neuer Vorsätze, aber auch der Suche nach Ruhe nach dem Weihnachtsstress. Für die slowakische Gemeinschaft, die in der österreichischen Hauptstadt und in den Gemeinden an der slowakisch-österreichischen Grenze lebt, stellt der Januar eine Zeit wichtiger liturgischer Feste dar. Wir bringen einen detaillierten Überblick über die Gottesdienste, die im ersten Monat des Jahres 2026 Glauben, Tradition und Gemeinschaftsleben in der Region Wien, Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg verbinden.
Der Januar im katholischen Kalender ist nicht nur ein Nachklang von Weihnachten. Es ist ein Monat des Übergangs – von der Feier der Geburt Christi über das Fest der Heiligen Drei Könige bis hin zum schrittweisen Eintauchen in die sogenannte „Ordinary Time“. Für Slowaken, die in Österreich arbeiten oder langfristig leben, sind diese Treffen in den Kirchen oft die einzige Gelegenheit, spirituelle Brücken zur Heimat zu bauen, obwohl sie nur wenige Kilometer hinter der Grenze liegen.
Start ins neue Jahr im Herzen Wiens
Der erste wichtige Meilenstein ist bereits der 1. Januar 2026, an dem die Kirche das Fest der Gottesmutter Maria feiert. Für die Wiener Gemeinschaft wird die Elisabethinenkirche in der Landstraßer Hauptstraße 4a zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die feierliche Heilige Messe beginnt um 9:00 Uhr, wobei diejenigen, die das Bedürfnis verspüren, mit einem „reinen Gewissen“ ins neue Jahr zu starten, bereits um 8:40 Uhr die Möglichkeit haben, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.
Am folgenden Tag, Freitag, den 2. Januar, ändert sich das Programm in der Elisabethinenkirche leicht. Die Abendliturgie um 17:45 Uhr wird um die Möglichkeit der Beichte (17:00) ergänzt, und nach der Messe folgt um 18:30 Uhr die Anbetung. Diese Zeit stillen Gebets vor dem Allerheiligsten ist für viele Gläubige ein wichtiger Moment der persönlichen Reflexion über die Pläne im neuen Jahr.
Dreikönigstradition und Sonntagszyklus
Der erste Sonntag im Januar, der im Jahr 2026 auf den 4. Januar fällt, bietet den Gläubigen gleich drei Möglichkeiten zur Teilnahme an der Gottesdienstfeier zu verschiedenen Zeiten und Orten. Der Morgenblock wird erneut von der Wiener Elisabethinenkirche um 9:00 Uhr eröffnet (Beichte um 8:40). Für die Bewohner der Grenzregion ist jedoch die Gottesdienstfeier in Hainburg an der Donau eine wichtige Nachricht. In der dortigen Erlöserkirche beginnt die Liturgie um 10:30 Uhr, was insbesondere für Familien mit Kindern und für Pendler aus Bratislava und den umliegenden Gemeinden günstig ist. Das Sonntagsprogramm wird mit der Abendmesse um 18:00 Uhr in der Muttergotteskirche in der Jacquingasse 53 in Wien abgeschlossen.
Das große Fest der Erscheinung des Herrn (Heilige Drei Könige), das auf Dienstag, den 6. Januar, fällt, ist in Österreich ein Feiertag. Die Gläubigen treffen sich erneut in der Elisabethinenkirche um 9:00 Uhr (Beichte 8:40), um die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland zu gedenken.
Besondere Besuch in Bad Deutsch-Altenburg
Das zweite Januarwochenende bringt ein außergewöhnliches Ereignis. Am Samstag, den 10. Januar, um 17:30 Uhr wird der Weihbischof Franz Scharl in die Marienkirche in Bad Deutsch-Altenburg kommen. Seine Anwesenheit bei der Gottesdienstfeier in dieser historischen Kirche unterstreicht die Bedeutung der regionalen Pfarreien und die Fürsorge der Wiener Erzdiözese für ethnisch gemischte Gemeinschaften in der Grenzregion.
Am folgenden Tag, Sonntag, den 11. Januar, setzt sich der reguläre Zeitplan in der Hauptstadt fort: morgens um 9:00 Uhr in der Elisabethinenkirche und abends um 18:00 Uhr in der Muttergotteskirche.
Kontinuität in der zweiten Monatshälfte
Der dritte Sonntag im Januar (18. Januar) erweitert das Angebot an Gottesdiensten in der Grenzregion. Neben der traditionellen Morgenmesse in Wien (9:00) und der Abendmesse in Wien (18:00) findet auch ein Gottesdienst in der Marienkirche in Bad Deutsch-Altenburg statt, diesmal jedoch zu einem späteren Zeitpunkt um 11:30 Uhr.
Der letzte Sonntag im Monat, der 25. Januar, kehrt zum Modell vom Monatsanfang zurück. Das bedeutet eine Morgenmesse in der Elisabethinenkirche (9:00), eine Vormittagsmesse in Hainburg (10:30) und eine Abendmesse in der Muttergotteskirche (18:00). Der gesamte Monatszyklus wird am Samstag, den 31. Januar, mit einer Abendmesse in Bad Deutsch-Altenburg um 17:30 Uhr abgeschlossen.
Die Bedeutung sakraler Räume für die Gemeinschaft
Die Auswahl der Orte für slowakische Gottesdienste in Österreich ist nicht zufällig. Die Elisabethinenkirche (Kirche der Heiligen Elisabeth) im dritten Bezirk Wiens wird seit langem als zentraler Punkt für spirituelle Aktivitäten wahrgenommen. Ihre Lage und das historische Erbe, das mit der karitativen Tätigkeit des Ordens der Elisabethinen verbunden ist, schaffen eine würdige Umgebung für die Sonntagsversammlungen.
Andererseits stellen Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg strategische Punkte für die wachsende Zahl von Slowaken dar, die sich für das österreichische Land entschieden haben, aber den Kontakt mit ihrer Muttersprache in der Liturgie nicht verlieren möchten. Gerade die Verfügbarkeit von Gottesdiensten an diesen Orten trägt erheblich zur Integration bei, ohne die kulturelle Identität zu verlieren.
Mehr als nur Liturgie
Der Fokus auf die Möglichkeit der Beichte vor jeder Messe (gewöhnlich 20 Minuten vor Beginn) und die Einbeziehung der Anbetung deutet darauf hin, dass die seelsorgerische Arbeit in dieser Region auf eine tiefgehende Pastoral abzielt. In der heutigen schnelllebigen Welt, in der die Grenzen verschwommen sind und das Lebenstempo sich beschleunigt, werden diese stabilen Punkte im Kalender für viele zu einem Rettungsanker.
Für diejenigen, die ihre Teilnahme planen, ist es wichtig, mögliche Änderungen der Zeiten zu beachten, obwohl der Januar 2026 derzeit mit klarer Regelmäßigkeit geplant ist. Dieser Zeitplan ist nicht nur eine Liste von Zeiten und Adressen, sondern eine Einladung zur Gemeinschaft, die staatliche Grenzen überschreitet.
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Quelle: https://www.erzdioezese-wien.at/ slowakische Gemeinde Foto: Viedencan












