Eine Krankenschwester und ihre unerwartete Affäre mit einem verheirateten Primar

Die Lebensgeschichten von Frauen sind oft faszinierend und voller Überraschungen. Heute erzählen wir Ihnen die Geschichte von Maja, einer stets lächelnden und optimistischen Krankenschwester, deren Leben sich nach der Begegnung mit einem Mann, von dem niemand wusste, dass er verheiratet ist, grundlegend veränderte. Diese Geschichte von Liebe, Geheimnissen und unerwarteten Wendungen wird Sie sicherlich fesseln.
In unseren Berichten haben wir bereits viele Lebensgeschichten von Frauen vorgestellt. Heute lernen Sie Maja kennen, eine stets lächelnde und positive Krankenschwester, die man nie auf vierzig schätzen würde. Attraktiv, sportlich, mit langen schwarzen Haaren, immer gepflegt und hilfsbereit. Ihre offene Art brachte sie im Beruf so weit, dass sie zur Geliebten eines verheirateten Primars wurde und später sogar Erbin, ohne es vorher zu ahnen.
Maja kam direkt nach ihrem Abschluss in der Slowakei auf die Orthopädie. Anfangs musste sie, obwohl sie gut Deutsch sprach, viel lernen. Maja ist eine bescheidene und sehr freundliche Frau und arbeitete über zehn Jahre auf derselben Station. Die Arbeit machte ihr Spaß und ihr leichter Humor war bekannt. Eines Nachts, als es wegen Komplikationen nötig war, den diensthabenden Arzt zu kontaktieren, war der Primar, den alle „Oberboss“ nannten, im Dienst. Ein nachdenklicher Mann mit Falten auf der Stirn, der nicht viel sprach, sondern handelte und „Befehle“ erteilte. Maja hatte sich an seine Art der Kommunikation gewöhnt und respektierte ihn. Er war ein paar Jahre älter als Maja. Sein respektvolles Auftreten ließ ihn älter erscheinen, als er tatsächlich war.
Unerwartete Nähe
Bei einem dramatischen Einsatz, als ein Patient nach einem plötzlichen Herzstillstand wiederbelebt werden musste, kamen sie sich näher. Zum ersten Mal sah sie Dankbarkeit in seinen Augen für ihre gute Arbeit. Nach ein paar Minuten wurde der Patient auf die Kardiologie verlegt. Er überlebte, und der Chef wurde in dieser Nacht zu einem gesprächigen Sympathieträger, der sich um halb drei Uhr morgens mit dem gesamten Team in den Schwesternraum setzte und Brot mit Salami frühstückte. Nach drei Jahren auf der Station unterhielt er sich erstmals menschlich mit Maja und fragte sie, woher sie komme. Etwas zwischen ihnen funkte, eine unaufhaltsame Anziehung. Maja, die feste moralische Prinzipien hatte, verliebte sich Hals über Kopf. Peter, der Oberboss, fühlte sich genauso und obwohl offiziell verheiratet, stellte sich bald heraus, dass dies nur auf dem Papier so war.
Die Ehefrau des erfolgreichen Arztes, eine freie Künstlerseele, hatte im Leben Glück. Sie erbte von Verwandten genügend Geld und konnte nach ihren Vorstellungen leben. Die Ehe zweier sehr unterschiedlicher Menschen war schon lange gescheitert. Frau und Kinder zogen in eine Traumfinca an der spanischen Küste. Peter akzeptierte das Leben in Trennung und besuchte die Kinder regelmäßig. Er machte sich jedoch Sorgen über den zu freien Lebensstil seiner offiziellen Partnerin. Auf ihrem Anwesen lebten viele „Lebenskünstler“, die im angrenzenden Atelier wohnten und seiner Frau bei der Schaffung von Skulpturen halfen. Überraschenderweise hatte ihre Kunst Erfolg und sie musste oft geschäftlich auch außerhalb Europas reisen. Peter unterstützte seine Frau im Rahmen des Möglichen und verbrachte einige Tage in der Sonne der Finca.
Geheimnisse und Wendungen
Für Maja war die Welt von Peters Familie völlig unbekannt, sie akzeptierte seine Reisen zur Familie. Während der sechs glücklichen Jahre an seiner Seite freundete sie sich mit Peters Mutter an, einer pensionierten Ärztin, die an ihrer offiziellen Schwiegertochter nichts Positives fand und sie nur wegen der Enkelkinder traf. Auf der Station hatte niemand Verdacht über die Beziehung zwischen dem Chef und der Krankenschwester, auch nicht, als sie in seine Wohnung zog und beide unter derselben Adresse gemeldet waren. Der Datenschutz funktionierte perfekt. Peters Frau lebte mit einem jüngeren Partner mit Rastazöpfen und der unvermeidlichen Zigarette im Mund. Ohne Probleme stimmte sie zu, dass Maja sie und die Kinder kennenlernte. Sie verbrachten einige schöne Tage zusammen und die Frau verriet Maja, dass sie sich nicht scheiden lassen könnten, da sie Peter viel Geld auszahlen müsste, was sie finanziell ruinieren könnte. Maja lächelte nur und die Scheidung wurde in die Kategorie „vielleicht irgendwann“ verschoben.
Majas Familie in der Slowakei wusste, dass der Partner Kinder hatte, aber über die Ehefrau schwieg Maja taktvoll. Sie hielt sich an das Prinzip: Was sie nicht wissen, kann sie nicht belasten. Bei der Arbeit sahen sich die Liebenden jeden Tag und kamen nie zusammen oder gingen zusammen. Maja zeigte ihren Kolleginnen Fotos ihres Bruders, den sie als ihren Partner ausgab. Ihre Freizeit verbrachte sie teilweise auch in der Slowakei mit Peter, aber das wusste niemand. Auf der Station, wo oft Stress herrscht und es an Personal mangelt, sind andere Probleme wichtiger. Die Liebenden lebten in Peters Privatwohnung und wenn die Kinder für ein paar Tage kamen, half sie ihm mit ihnen. Oft besuchten sie mit den Kindern Thermalbäder in der Slowakei oder in Ungarn und es kam nie vor, dass sie jemand traf, der ihre Beziehung im Krankenhaus verraten hätte.
Ein fast ideales Leben, bis eines Tages alles innerhalb einer Minute völlig anders wurde. Peter war auf dem Weg zu einem Fachkongress. Auf der Autobahn hatte er bei Regen einen schweren Unfall, den er nicht überlebte. Maja wurde von der Ehefrau kontaktiert und gemeinsam organisierten sie die Beerdigung. In dieser schweren Situation half Majas Peters Familie, die sich sowohl um sie als auch um die Ehefrau und die Kinder kümmerte. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die beiden wichtigen Frauen in Peters Leben: die Ehefrau und Maja, gemeinsam den Verstorbenen auf seinem letzten Weg begleiten sollten. Erst bei der Beerdigung erfuhr die gesamte Klinik, dass Maja und Peter sich nahe standen. Die Ehefrau hob in ihrer Rede die langjährige Freundschaft Majas mit ihrer Familie hervor und ließ den Zuhörern Raum für die Interpretation der familiären Beziehungen.
Maja erfuhr vom Notar, dass sie die Wohnung und einen Teil des Geldes von dem Mann ihres Lebens geerbt hatte. Und das mit dem Einverständnis der Ehefrau! Nach dem tragischen Tod nahm sich Maja ein paar Monate unbezahlten Urlaub und verbrachte diese Zeit mit Peters Ehefrau und den Kindern, die ihr ans Herz gewachsen waren. Auch mit der Familie des Partners in Wien pflegt Maja enge Kontakte. Nach ihrer Rückkehr in den Beruf ließ sich Maja in ein anderes Krankenhaus versetzen und fand später auch einen neuen Partner, doch an ihre glücklichen Jahre an der Seite des Arztes Peter wird sie nie vergessen. Auch solche Geschichten schreibt das Leben!
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Verwendete Quellen:
Symbolfoto: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-stehen-portrat-arzt-11119417/
Autorin: Jana Graff Löwbeer
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