Wien: Blitzschnelle Abkühlung für vierbeinige Freunde

Die Sommerhitze betrifft nicht nur Menschen in überhitzten Städten, sondern stellt auch eine enorme Belastung für Haustiere dar. Während die Stadtbewohner nach Schatten und Wasserflächen für sich suchen, ist es für Hundebesitzer oft kompliziert, einen Ort zu finden, an dem ihre Hunde im Wasser willkommen und legal sind.
Die österreichische Hauptstadt Wien, die nur etwa eine Stunde von der slowakischen Grenze entfernt ist, gilt in dieser Hinsicht seit langem als Vorbild. Die Stadt baut seit Jahren systematisch ein Netzwerk von sogenannten Hundebadeplätzen – offiziellen Hundestränden und Wasserfreiflächen, wo Hunde sicher schwimmen und sich erfrischen können, ohne das Risiko von Bußgeldern oder Konflikten mit Erholungssuchenden.
Welche Möglichkeiten bietet Wien, welche Regeln gelten hier und worauf sollten Besitzer achten, damit der Ausflug zur Erfrischung nicht in gesundheitliche Komplikationen umschlägt?
Donauinsel: Unendliche Möglichkeiten für Schwimmer
Der bekannteste und umfangreichste Erholungsraum Wiens ist ohne Zweifel die Donauinsel. Der mehr als 21 Kilometer lange künstliche Insel bietet mehrere Bereiche, die ausschließlich für Hunde und ihre Besitzer reserviert sind.
Der beliebteste Hundestrand befindet sich im Norden der Insel, im Abschnitt zwischen den Brücken Nordbrücke und Floridsdorfer Brücke. Es handelt sich um eine großzügige Rasenfläche mit einem sanften Zugang zum Fluss Neue Donau (Neue Donau). Dank des guten Zugangs zum Wasser ist dieser Ort auch ideal für kleinere Rassen oder Hunde, die gerade erst mit dem Schwimmen beginnen. Eine zweite große Zone befindet sich an der Südspitze der Insel im Bereich Teufenwinkel (22. Bezirk), was ein ruhigerer und natürlicherer Ort ist, der für Hunde geeignet ist, die eine ruhigere Umgebung ohne viel Trubel bevorzugen.
Ein großer Vorteil der Donauinsel ist der ständige Wasserfluss, der das Risiko der Vermehrung gefährlicher Bakterien oder Algen selbst an den heißesten Sommertagen verringert.
Donauinsel, Hundebadestrand Nord
Neue Donau, Hundebadestrand Süd
Naturseen und Stadtzonen: Von Hirschstetten bis Wienerberg
Erfrischung in Wien bietet jedoch nicht nur die Donau. Die Stadt hat auch ausgewählte Teile von Stadtseen und Wasserreservoirs für Hunde zugänglich gemacht.
Einer der beliebtesten Orte im 22. Bezirk ist der Badeteich Hirschstetten. Während die meisten Ufer dieses beliebten Sees für gewöhnliche Besucher zugänglich sind, ist sein nördliches Ufer als Hundestrand reserviert. Der Ort bietet ausreichend Schatten unter hohen Bäumen und angenehme Rasenflächen zum Entspannen.
In demselben Stadtteil befindet sich auch das Kaiserwasser – eines der fotogensten Arme der Alten Donau. Es liegt in unmittelbarer Nähe zu Wolkenkratzern und dem internationalen Zentrum (UNO-City). Der für Hunde reservierte Bereich verbindet die Atmosphäre eines Stadtparks mit der Möglichkeit, im sauberen Wasser zu schwimmen.
Für diejenigen, die eine Kombination aus Naturspaziergang und Abkühlung suchen, ist das geschützte Landschaftsgebiet Wienerberg im 10. Bezirk eine gute Wahl. Der dortige Teich (Wienerbergteich) hat einen ausgewiesenen Abschnitt für Hunde, wo sie sich nach einem Spaziergang auf den umliegenden Wegen erfrischen können. Es ist jedoch wichtig, die Grenzen des reservierten Bereichs strikt zu respektieren, da es sich um ein Naturschutzgebiet mit geschützten Vogelarten handelt.
Regeln, die alle schützen: Leine, Maulkorb und Hygiene
Wien ist bekannt für seine strengen, aber klaren Regelungen zur Hundehaltung. Außerhalb der ausgewiesenen Hundespielplätze und Strände gilt in der gesamten Stadt die Pflicht, den Hund entweder an der Leine zu führen oder ihm einen Maulkorb anzulegen. An Orten mit höherer Menschenansammlung, wie öffentlichen Verkehrsmitteln oder Märkten, sind beide Schutzmaßnahmen gleichzeitig Pflicht.
Sobald Sie jedoch in die offizielle Zone Hundebadeplatz eintreten, kann der Hund frei herumlaufen und schwimmen, ohne Leine und Maulkorb. Voraussetzung ist, dass der Hund unter ständiger Aufsicht und Kontrolle des Besitzers steht und andere Besucher oder Tiere nicht gefährdet.
Ein nicht weniger wichtiges Regelwerk ist die Sauberkeit des öffentlichen Raums. Wien ist mit Tausenden von Behältern für spezielle Tüten für Hundekot Sackerl fürs Gackerl ausgestattet. Das Versäumnis dieser Pflicht wird streng bestraft, und die Stadtpolizei sowie die Aufsichtsbehörden für die Sauberkeit der Stadt (WasteWatchery) überprüfen regelmäßig die Einhaltung der Sauberkeit.
Worauf man vor dem Ausflug zum Baden nicht vergessen sollte
Das Baden in natürlichen Gewässern birgt während der Sommerhitze auch bestimmte Risiken, auf die Besitzer achten sollten:
Oberflächentemperaturen:
Der Weg zum Wasser führt oft über asphaltierte Gehwege oder Betonwälle. An Sommertagen kann die Temperatur des Asphalts über 50 °C erreichen, was zu schweren Verbrennungen empfindlicher Hundepfoten führt. Wenn Sie Ihre eigene Hand auf dem Asphalt nicht mindestens fünf Sekunden lang halten können, ist er auch für den Hund zu heiß.
Wasserqualität und Blaualgen:
In stehenden und flachen Gewässern können sich bei hohen Temperaturen Blaualgen (Cyanobakterien) vermehren. Diese stellen für Hunde ein ernsthaftes Risiko einer toxischen Vergiftung dar, insbesondere wenn sie nach dem Baden ihr nasses Fell lecken. Die Wiener Behörden überwachen die Wasserqualität regelmäßig, aber bei der Entdeckung einer grünen Schicht oder Trübung ist es besser, den Hund nicht ins Wasser zu lassen.
Trinkverhalten:
Das Trinken von Wasser aus natürlichen Reservoirs oder Flüssen kann beim Hund Magenprobleme verursachen. Besitzer sollten immer ausreichend frisches Trinkwasser und einen Reisewasserbehälter dabei haben.
Allmähliche Abkühlung:
Ein Hund, der nach längerer Sonneneinstrahlung überhitzt ist, sollte nicht plötzlich ins kalte Wasser springen. Es droht ein Hitzschlag. Das Eintauchen sollte schrittweise erfolgen – zuerst die Pfoten, dann der Bauch und schließlich der gesamte Körper.
Ein Ausflug zu den Wiener Hundestränden ist für slowakische Hundebesitzer eine zugängliche und komfortable Alternative, um ihrem vierbeinigen Freund an den heißesten Tagen des Jahres eine sichere Abkühlung zu ermöglichen. Der Schlüssel zu einem angenehm verbrachten Tag bleibt jedoch die Rücksichtnahme auf die Umgebung und die strikte Einhaltung der lokalen Regeln.
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Verwendete Quellen:
Stadt Wien
Illustrationsfoto: https://www.pexels.com/de-de/foto/wasser-springen-hupfen-wald-19744074/
Autor: Boris Zima
Mail: boris.zima@viedencan.at












