Der österreichische Kalender der Slowaken: 20 touristische Ziele, die unsere Vorlieben nach Jahreszeiten definieren

Österreich ist für die Slowaken zu einem natürlichen Spielplatz, einer Einkaufsgalerie und einem Rückzugsort geworden, wo sie die Qualität suchen, die sie zu Hause manchmal noch vermissen. Ob es sich um präzise gebügelte Lodenjacken auf den morgendlichen Pisten handelt oder um die fast besorgte Pflege des historischen Erbes und des öffentlichen Raums, die Österreicher wissen genau, wie sie die geografische Nähe in einen unaufhörlichen Touristenmagneten verwandeln.

In den letzten Jahrzehnten haben die Slowaken in Österreich eigene Rituale entwickelt – wir wissen genau, wo man die süßesten Aprikosen kauft, wo man die schärfsten Kurven für Motorradtouren findet und wann der Wiener Weihnachts-Punsch am authentischsten schmeckt. Dieser Artikel ist ein Führer zu zwanzig Orten, die das Kalenderjahr gerecht in vier faszinierende Ereignisse unterteilen, in denen die slowakische Sprache in den österreichischen Tälern fast ebenso natürlich klingt wie Deutsch.

Frühling: Im Zeichen der Sinnesweckung und der Fahrradsportbekleidung

Wenn im März langsam der Vorhang der Wintersaison gehoben wird, sind die slowakischen Touristen unter den ersten, die in die niederösterreichische Grenzregion aufbrechen. Der Frühling in Österreich steht nicht für extremen Adrenalin, sondern vor allem für Ästhetik, reine Luft und die ersten Kilometer im Fahrradsattel. Es ist die Zeit, in der sich das alpine Vorland in einen blühenden Garten verwandelt und die Städte mit Terrassenkultur zu leben beginnen.

Kittsee – Visuelle und geschmackliche Therapie: Diese Gemeinde, die buchstäblich einen Sprung von der bratislavischen Petržalka entfernt liegt, verwandelt sich im April in ein endloses weißes Meer. Tausende blühende Aprikosenbäume schaffen eine Kulisse, die sich kein Liebhaber der Frühlingsfotografie entgehen lassen kann. Die Slowaken kommen hier jedoch nicht nur für das visuelle Erlebnis; die lokale Familien-Schokoladenfabrik Hauswirth ist ein legendäres Ziel, wo der Verkaufsraum der Fabrik sich mit slowakischen Familien füllt, die nach süßen Geschenken suchen. Der Frühling steht hier im Zeichen leichter Radtouren auf flachen Strecken, die das österreichische Land mit unserer Hauptstadt verbinden, und dem Duft frisch gebackener Aprikosenkuchen, der aus den lokalen Höfen zu strömen beginnt.

Schloss Hof – Barock-Disneyland für Familien: Die ehemalige Sommerresidenz von Kaiserin Maria Theresia ist im Frühling das Epizentrum des Familienlebens. Wenn die Tore geöffnet werden und die terrassierten Barockgärten in geometrischer Präzision zu blühen beginnen, empfängt Schloss Hof tausende Besucher aus der Slowakei. Neben den historischen Innenräumen zieht vor allem der weitläufige Bauernhof mit seltenen weißen Eseln und einem Streichelzoo, der für Kinder ein Magnet ist, an. Die im Innenhof stattfindenden Frühlings-Ostermärkte bieten Handwerksprodukte und österreichische Spezialitäten, während die gesamte Atmosphäre des Ortes wie ein Ausflug in ein anderes Jahrhundert wirkt, in dem die Zeit mitten in perfekt gepflegten Blumenbeeten und Brunnen für einen Moment stillzustehen scheint.

Wachau – UNESCO auf zwei Rädern: Das Donautal zwischen Melk und Krems ist im Mai das Mekka aller Liebhaber aktiver Bewegung. Für die Slowaken ist Wachau das Synonym für den idealen Wochenendausflug. Das Radfahren zwischen terrassierten Weinbergen, die steil über dem Fluss aufragen, kombiniert mit einem Besuch des majestätischen Benediktinerklosters in Melk, schafft einen unvergesslichen Cocktail von Erlebnissen. Ein Halt in der Stadt Dürnstein mit ihrem ikonischen blauen Kirchturm ist fast Pflicht. Der Frühling ist hier besonders wegen der blühenden Aprikosenhaine im Tal, die im Kontrast zur kühlen blauen Wasseroberfläche der Donau stehen, und der Eröffnung der saisonalen Weinstuben, wo man den weltberühmten Veltliner oder Riesling direkt vom Erzeuger probieren kann.

Tulln an der Donau – Gärtnerischer Kompass: Die Stadt, die als „Stadt der Blumen“ bekannt ist, zieht jeden Frühling tausende slowakische Gärtner an. Die Ausstellungen im Areal Die Garten Tulln sind für uns ein entscheidender Faktor dafür, was in unseren Vorgärten trendy sein wird. Es handelt sich um die erste ökologische Gartenmesse in Europa, wo man durch Dutzende verschiedener Themengärten spazieren kann – von japanischen bis hin zu modernen minimalistischen Konzepten. Die Slowaken schätzen hier vor allem die Inspiration für nachhaltigen Anbau und die Möglichkeit, einen ganzen Tag in einer Umgebung zu verbringen, die an einen riesigen botanischen Garten erinnert. Ein Spaziergang entlang der Donau mit modernen Skulpturen und blühenden Parks ergänzt diesen entspannenden Frühlingstag, der ein Balsam für jeden Pflanzenliebhaber ist.

Laxenburg – Romantik am Schlosswasser: Der weitläufige Schlosspark Laxenburg mit dem romantischen Schloss Franzensburg inmitten eines Sees ist das Synonym für einen Frühlingsausflug aus dem Trubel von Bratislava. Für viele Slowaken ist es der Ort der ersten Frühlingspicknicks und Bootsfahrten, die offiziell die warme Saison einleiten. Der Park bietet Kilometer von gepflegten Wegen im Schatten jahrhundertealter Eichen, die ideal für Kinderwagen oder Jogging sind. Die Besichtigung des Schlosses Franzensburg, das auf einer künstlichen Insel erbaut wurde, ist ein kleiner Exkurs in die Romantik. Die Atmosphäre des Ortes ist äußerst friedlich und im Frühlingssonnenschein, wenn die Wasseroberfläche des Sees glitzert und die Bäume frisch grün werden, wirkt Laxenburg wie eine Kulisse aus einem historischen Film über Sissi.

Sommer: Flucht aus der Hitze in die alpine Stille und zu den Seen

Während der Süden Europas mit extremen Hitzewellen kämpft, wählt der slowakische Tourist immer häufiger das Konzept „CoolCation“ – eine sommerliche Erfrischung in den österreichischen Alpen und an glasklaren Gletscherseen. Der Sommer in Österreich bietet Bewegungsfreiheit, kristallklares Wasser, in dem sich die schneebedeckten Gipfel spiegeln, und eine Infrastruktur, die es Ihnen ermöglicht, Aussichten zu erreichen, von denen Sie nicht einmal zu träumen gewagt haben.

Podersdorf am See – Slowakisches Meer: Der Neusiedlersee mit seinem ikonischen rot-weißen Leuchtturm in Podersdorf ist für die Bewohner Westslowakiens der nächstgelegene Strand. Das flache und relativ warme Wasser in Kombination mit fast ständigem Wind macht diesen Ort zum Paradies für Windsurfer, Kitesurfer und Familien mit kleinen Kindern, die sich hier sicher fühlen. Die Sommerabende haben hier einen unverwechselbaren mediterranen Geschmack; das Sitzen auf dem Steg mit einem Glas lokalem Weißwein während des Sonnenuntergangs ist eines der beliebtesten Sommerrituale der Slowaken in Österreich. Der See ist von einem Netz von Radwegen umgeben, die durch den Nationalpark Seewinkel führen, wo man im Sommer seltene Vogelarten direkt vom Fahrrad aus beobachten kann.

Hallstatt – Ikonische Postkarte aus den Bergen: Trotz des enormen Ansturms des globalen Tourismus bleibt Hallstatt für die Slowaken ein faszinierendes und unverzichtbares Ziel. Das malerische Dorf, das zwischen steilen Felsen und dem Hallstätter See eingeklemmt ist, ist im Sommer das Zentrum des Sightseeings. Der Besuch des ältesten Salzbergwerks der Welt, das Sie mit einer modernen Zahnradbahn erreichen, bietet nicht nur einen historischen Exkurs, sondern auch Adrenalin in Form von langen Bergwerksrutschen. Für den slowakischen Touristen ist jedoch der Höhepunkt des Tages das Foto von der Aussichtsplattform Skywalk, die hunderte Meter über den Dächern der Häuser thront. Das sommerliche Baden im erfrischenden Wasser des Sees unter dem Dachstein-Massiv ist dann der perfekte Abschluss eines entdeckungsreichen Tages in der Region Salzkammergut.

Grossglockner Hochalpenstraße – Hochgebirgsdrama unter dem Gletscher: Mit 36 Kurven und einem Höhenunterschied von 1700 Höhenmetern ist diese Panoramastraße im Sommer ein Magnet für jeden slowakischen Motorradfahrer und Bergliebhaber. Die Straße führt Sie zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, von wo aus Sie einen Blick auf den höchsten Gipfel Österreichs, den Grossglockner, und den zurückweichenden Pasterze-Gletscher haben. Im Sommer ist die Luft angenehm kühl, was einen perfekten Rückzugsort vor der Hitze in den Tälern darstellt. Die Beobachtung von frei lebenden Murmeltieren, die sich bereits an die Anwesenheit von Touristen gewöhnt haben und gerne am Weg posieren, gehört zu den unvergesslichen Erlebnissen, die die Slowaken von dieser hochalpinen Expedition mitnehmen.

Wolfgangsee – Türkisfarbener Schatz unter dem Schafberg: Der Wolfgangsee mit seinem glasklaren türkisfarbenen Wasser ist für die Slowaken die Essenz des österreichischen Sommerurlaubs. Städte wie St. Gilgen oder St. Wolfgang atmen aristokratische Geschichte. Die Hauptattraktion ist jedoch die historische Zahnradbahn, die Sie auf den Gipfel des Schafbergs bringt. Von dort aus haben Sie einen 360-Grad-Blick auf die sieben Seen der Salzkammergut-Region, eine Szenerie, die in Mitteleuropa ihresgleichen sucht. Die slowakischen Sommernachmittage verbringen entweder an Bord von Ausflugsschiffen, die den See durchkreuzen, oder aktiv beim Klettern an den umliegenden Klettersteigen, die verschiedene Schwierigkeitsgrade mit ständigem Blick auf die Wasseroberfläche unter den Füßen bieten.

Zell am See / Kaprun – Einzigartige Sommerverbindung von Eis und Wasser: Dieses Resort bietet etwas, was nur wenige andere Orte in Europa bieten – die Möglichkeit, alle Jahreszeiten an einem Tag zu erleben. Die Slowaken kommen hier im Sommer wegen der einzigartigen Verbindung; am Vormittag können Sie eine Schneeballschlacht oder eine leichte Wanderung auf dem Kitzsteinhorn-Gletscher in 3000 Metern Höhe genießen und am Nachmittag bereits im warmen Wasser des Zellsees schwimmen, dessen Temperatur im August angenehme Werte erreicht. Ein Spaziergang entlang der Promenade in Zell am See mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Berge ist im Sommer geradezu magisch. Die Region ist zudem mit einer Sommer-Rabattkarte verbunden, die den Slowaken Zugang zu Seilbahnen und Schwimmbädern ermöglicht, was dieses Ziel zu einem preislich attraktiven Ort macht.

Herbst: Goldene Weinberge, wärmende Quellen und Ruhe in den Tälern

Der Herbst in Österreich gehört Gourmets, Fotografen und denen, die tiefen Frieden vor dem kommenden Wintertrubel suchen. Die Farben der Natur in Kombination mit einer entwickelten Wellnesskultur und Weintraditionen bilden ein Angebot, dem man nur schwer widerstehen kann. Es ist die Zeit, in der die Berge golden gefärbt werden und die Täler nach gerösteten Kastanien und jungem Wein duften.

Bad Blumau – Die Kunst der Entspannung in märchenhafter Architektur: Die Thermen Rogner Bad Blumau, die das Lebenswerk des visionären Künstlers Friedensreich Hundertwasser sind, sind im Herbst der beeindruckendste Ort in der gesamten Steiermark. Grüne Dächer, bunte Säulen und keine rechten Winkel schaffen eine Welt, die wie aus einem Märchen wirkt. Für den slowakischen Gast ist das Baden in den heißen Quellen Vulkania an einem trüben Oktobertag das Highlight der Saison. Der Herbst hebt zudem den Kontrast zwischen der bunten Architektur und der umgebenden Natur hervor, was diesen Ort nicht nur zu einem Wellnesszentrum, sondern auch zu einer visuellen Therapie macht. Die Ruhe und Stille, die in diesem Resort herrschen, sind genau das, was die Slowaken suchen, um ihre Batterien vor dem Winter aufzuladen.

Wienerwald – Weinlese und Wandern im Schatten der Geschichte: Der Wienerwald, der die österreichische Metropole umgibt, bietet im Herbst die ideale Kombination aus leichtem Wandern und tiefen kulturellen Traditionen. Die Slowaken kommen hier besonders gerne in Weinstädtchen wie Gumpoldskirchen oder Baden. Ein Spaziergang auf dem „Weinweg“ zwischen den gefärbten Weinbergen endet fast immer in einem der traditionellen „Heurigen“ – saisonalen Weinstuben, wo junger Wein, Sturm und hausgemachte Spezialitäten serviert werden. Die herbstliche Atmosphäre, wenn die Luft noch warm ist, aber die Sonne schon früher untergeht, verleiht diesen Besuchen einen Hauch von Nostalgie und Gemütlichkeit. Es ist die Zeit, in der sich die Wiener aristokratische Eleganz mit ländlicher Ehrlichkeit und Gastfreundschaft verbindet.

Mariazell – Spiritueller Frieden inmitten der herbstlichen Natur: Dieser bedeutendste marianische Wallfahrtsort in Mitteleuropa hat im Herbst einen unverwechselbaren Charme. Nach dem Abzug der Hauptsommer-Touristengruppen taucht Mariazell in Stille und morgendliche Nebel ein. Für die Slowaken ist die Basilika mit der Gnadenstatue der Jungfrau Maria eine Herzensangelegenheit, aber der Herbst gehört auch der Natur. Ein Spaziergang um den Erlaufsee, dessen Oberfläche die bunten Buchenwälder des Bürgeralpe-Massivs widerspiegelt, ist für viele Reisende der ästhetische Höhepunkt des Jahres. Lokale Spezialitäten wie der bekannte Kräuterlikör oder die legendären Pirker-Lebkuchen schmecken nach einer herbstlichen Wanderung in der kühleren Bergluft noch besser.

Graz – Städtische Ästhetik und steirischer Herbst: Die Hauptstadt der Steiermark, Graz, enthüllt im herbstlichen Sonnenlicht ihr südländisches, fast mediterranes Gesicht. Der Aufstieg zum ikonischen Uhrturm auf dem Schlossberg bietet den Slowaken den besten Panoramablick auf das Meer aus terrakottafarbenen Dächern der Altstadt, die in die UNESCO-Liste eingetragen ist. Der Herbst in Graz steht im Zeichen der Kulinarik; die Märkte am Kaiser-Josef-Platz sind voller frischem Kürbiskernöl, Kastanien und steirischen Äpfeln. Der Kontrast zwischen historischen Gebäuden und der futuristischen Architektur des Kunsthauses wird im sanften Herbstlicht noch deutlicher, was Graz zu einem idealen Ziel für Liebhaber des urbanen Stils und kultureller Entdeckungen macht.

Großer Ahornboden – Naturgalerie im Herzen der Alpen: Dieser Geheimtipp im Tiroler Rissbachtal ist der Ort, an dem Sie den Herbst in seiner reinsten Form erleben können. Tausende uralte Ahornbäume, von denen einige über 600 Jahre alt sind, färben sich im Oktober in feurige Rottöne und satte Gelbtöne. Für slowakische Bergfotografen ist dies eine Pflichtfahrt. Das gesamte Tal ist von steilen Kalksteinwänden des Karwendelgebirges umgeben, was eine Szenerie schafft, die wie auf einer Leinwand gemalt wirkt. Die Stille, die hier herrscht, unterbrochen nur vom Klingeln der Glocken des weidenden Viehs, bietet einen tiefen Rückzug aus der digitalen Welt und eine Rückkehr zu den grundlegenden natürlichen Rhythmen.

Winter: Perfekter Loden, Adrenalin auf den Pisten und der Duft von Zimt

Die Wintersaison ist die Zeit, in der Österreich seine stärkste Seite zeigt und in der der Zustrom slowakischer Touristen absolut am größten ist. Vom professionellen Sport auf den olympischen Pisten bis hin zur vorweihnachtlichen Nostalgie und Einkaufseuphorie – die Slowaken fühlen sich im winterlichen Österreich wie zu Hause. Schnee ist hier kein Problem, sondern ein willkommener Begleiter, der das Land in eine perfekt funktionierende Freizeitanlage verwandelt.

Stuhleck und Semmering: Das Skigebiet Stuhleck bei der Gemeinde Spital am Semmering ist für die Slowaken ohne Übertreibung der wichtigste Skibereich auf der Karte. Aufgrund der Entfernung von nur etwas über anderthalb Stunden von Bratislava zieht es jeden Winter tausende Skifahrer für Tagesausflüge an. Sechs-Sesselbahnen mit Heizung und ein modernes Beschneiungssystem garantieren Skivergnügen von Dezember bis April. Die Slowaken schätzen hier nicht nur die Nähe, sondern auch das Nacht-Skifahren und Rodeln, die Stuhleck zu einem idealen Ort für einen „schnellen Reset“ nach der Arbeit machen. Hier hören Sie Slowakisch an jeder Ecke, vom Parkplatz bis zu den Berghütten, wo traditionelle Germknödel oder Gulaschsuppe serviert werden.

Wien – Adventmetropole: Die Weihnachtsmärkte vor dem Wiener Rathaus sind für viele Slowaken ein Ritual, ohne das Weihnachten nicht beginnen würde. Lichtinstallationen im Park, der Duft von gerösteten Kastanien, Zimt und heißem Punsch schaffen eine Kulisse, die in dieser Größenordnung in Mitteleuropa nicht zu finden ist. Eine besondere Attraktion der letzten Jahre ist der „Wiener Eistraum“ – eine riesige Eisbahn, die durch märchenhaft beleuchtete Wege im Park vor dem Rathaus führt. Für die Slowaken geht es hier nicht nur um den Kauf von Weihnachtsdekorationen, sondern um die gesamte Atmosphäre von Noblesse und Weihnachtsmagie, die sie Jahr für Jahr anzieht, die Grenze zu überschreiten und sich von der Nostalgie der alten Kaiserstadt mitreißen zu lassen.

Schladming – Skisaison unter dem Dachstein: Die Region Schladming-Dachstein ist ein Ziel für anspruchsvolle slowakische Skifahrer, die die besten Bedingungen suchen. Die Verbindung von vier Skibergen (Planai, Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm) bietet über 120 Kilometer Pisten, die ständig in Top-Zustand sind. Der legendäre Nachtslalom in Schladming zieht auch Fans des Leistungssports an. Für die Slowaken ist diese Region das Synonym für einen einwöchigen Winterurlaub, wo nach dem Skifahren das berühmte österreichische „Après-ski“ und Entspannung in modern ausgestatteten Unterkünften folgt, die den Standard bieten, an den wir uns in Österreich gerne und schnell gewöhnt haben.

Parndorf – Einkaufseuphorie in winterlicher Kulisse: Die Winterzeit in Österreich ist nicht nur Schnee, sondern auch die berühmten Ausverkäufe. Das Designer Outlet Parndorf ist für viele Slowaken dasselbe winterliche Vergnügen wie das Skifahren. Während des Advents verwandelt sich das Einkaufsdorf in eine leuchtende Oase, aber der wahre Ansturm kommt im Januar nach Weihnachten. Die Slowaken kaufen hier strategisch weltbekannte Modemarken zu einem Bruchteil der ursprünglichen Preise. Die strategische Lage an der Autobahn zwischen Wien und Bratislava macht es zu einem Ziel, das man an einem Nachmittag bewältigen kann. Für viele Familien ist es eine winterliche Tradition, die mit dem Kauf hochwertiger Ausrüstung für die Berge oder der Auffrischung des Kleiderschranks vor der neuen Saison verbunden ist.

Mariazell – Adventromantik in bergiger Stille: Für die Slowaken, die im Winter etwas Intimeres und Spirituelleres als das massenhafte Wien suchen, ist Mariazell während des Advents die klare Wahl. Die Märkte im Schatten der riesigen Basilika haben die wahre Bergatmosphäre. Der riesige Adventskranz auf dem Hauptplatz, lebendige Krippenspiele und der Duft von lokalen Lebkuchen, die hier nach jahrhundertealten Rezepten gebacken werden, schaffen das Gefühl von echten traditionellen Weihnachten. Der Winter ist hier aufgrund der höheren Lage normalerweise weiß, was den romantischen Charakter des Städtchens nur unterstreicht. Ein Besuch in Mariazell im Dezember ist für viele slowakische Pilger und Touristen ein Moment des Verlangsamens und der Besinnung inmitten des vorweihnachtlichen Chaos.

Österreich ist für die Slowaken also nicht nur ein Urlaubsziel, sondern ein komplexes Erlebnisökosystem, das 365 Tage im Jahr reibungslos und vorhersehbar funktioniert. Die Stärke dieser Beziehung liegt in der Symbiose zwischen geografischer Nähe und mentalem Unterschied im Zugang zu Dienstleistungen, die uns ständig fasziniert. Bei unseren Nachbarn wissen wir immer genau, was wir für unser Geld und unsere Zeit bekommen – von perfekt markierten Wanderwegen bis hin zu unverfälschter Herzlichkeit in den Berghütten, wo man mit einem Lächeln empfangen wird, egal ob man dort zum ersten oder zehnten Mal ist.

Jeder der genannten zwanzig Orte erzählt eine andere Geschichte, aber sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: tiefen Respekt vor dem Gast und aufrichtige Liebe zu ihrem eigenen Land und ihren Traditionen, die wir, die Slowaken, so gerne und immer wieder „ausleihen“. Österreich lässt uns nämlich nie gehen, ohne dass wir nicht schon im Kopf unseren nächsten Besuch planen. Es ist ein Land, das Sie nicht zwingt, zwischen Sport, Kultur und Entspannung zu wählen – es bietet Ihnen alles auf einmal, verpackt in die elegante Hülle alpiner Ästhetik. 

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Illustrationsfoto: https://www.pexels.com/de-de/foto/landschaft-natur-see-blauer-himmel-6727911/

Autor: Eva Vengrická

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