Von schweren 24-Stunden-Schichten zur wohlverdienten Freiheit: Hana lebt heute ihren Traum in Wien

Das Leben ist manchmal hart zu uns, aber es ist nie zu spät, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Unsere treue Leserin Hana hat die Hölle in einer Ehe mit einem Tyrannen und einer anspruchsvollen Arbeit im Ausland durchlebt. Heute jedoch, umgeben von Freundinnen und einer liebevollen Familie, erlebt sie eine Zeit, von der sie einst nur träumte. Lesen Sie ihre inspirierende Geschichte über die Kraft, neu zu beginnen und für sich selbst zu leben.

Die treue Leserin aus Wien hat sich uns geöffnet, um ihre Geschichte mit einem tyrannischen Mann zu erzählen. Nach und nach hat sie sich in Wien ein Zuhause aufgebaut. Sie nimmt aktiv an kulturellen Veranstaltungen in Landsmannschaften teil. Mit einem Lächeln verriet mir Hana, dass sie zwischen Slowaken, Tschechen und Ungarn wählen kann. Und sie fügt hinzu: „Endlich, kurz vor der Rente, lebe ich nach meinen alten Träumen!“

Ehe im Schatten von Alkohol und öffentlicher Meinung

Hanas Geschichte könnte aus der Rubrik: Zwangspflege und Jahre schlafloser Nächte und Tage ohne Ruhe stammen. Hana kommt aus der Ostslowakei und heiratete sehr jung, so war das damals wegen einer ungewollten Schwangerschaft. Der Ehemann, für die Eltern „der Traummann“ mit einem Ingenieurtitel, hatte nach den politischen Veränderungen vor Jahren Schwierigkeiten, seinen Platz im Leben zu finden. Versuche mit eigenen Firmen endeten mehrmals erfolglos, und bei einem von ihnen verkaufte die Bank das Haus der Familie. Diese Prüfung konnte der Ehemann nicht bewältigen und suchte Trost im Alkohol.

Hana zog in eine Wohnung zu ihrer Mutter und trotz zweier Jobs fiel es ihr schwer, ihre beiden Kinder zu ernähren. Die Mutter war stark gläubig und konnte sich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass ihre Tochter sich scheiden ließ. „Was werden die Leute sagen?“ Die Kluft zwischen Mutter und Tochter wurde immer größer, und der Ausweg aus der Not wurde der vorzeitige Tod des Ehemannes. Er lebte in völliger Armut in einer Arbeiterunterkunft. Die Mutter gab Hana sofort Geld für die Beerdigung, wieder war die öffentliche Meinung wichtiger. Hana erhielt in den letzten drei Jahren der Ehe keine Unterstützung vom Ehemann, er hatte einfach nichts.

Seine Mutter half Hana regelmäßig mit Geld, das sie nicht übrig hatte, aber sie hatte Mitleid mit Hana und den Enkeln. Auch sie hatte eine ähnliche Tragödie erlebt und betonte immer wieder, dass sie nach dem Tod ihres Mannes eine glückliche Witwe geworden sei. Erst später verstand Hana die Worte ihrer Schwiegermutter in vollem Umfang. Die Kinder waren bereits auf weiterführenden Schulen und Hana ließ sie bei den Großeltern.

Von 24-Stunden-Schichten zur wohlverdienten Freiheit

Sie begann als Pflegekraft zu arbeiten, bekannt als „24-Stunden-Schicht“. Nach und nach lernte sie Deutsch und erkundete die Umgebung. Die Kinder gingen nach dem Abitur ins Ausland. Der Sohn zuerst nach Tschechien, später nach Thailand, wo er heiratete und erfolgreich ein Unternehmen führt. Die Tochter lebt in England und Hana steht unter „gutem“ Druck, sie wählt zwischen dem Meer in Thailand und dem englischen Land. Endlich hat sie die Rente erreicht und wird in Zukunft länger zu ihren Kindern reisen.

Hana blickte in die Vergangenheit zurück und stellte fest, dass sie nur ein paar Jahre unter finanziellem Druck lebte, nicht wie andere Frauen jahrzehntelang. In Wien lernte sie über die Vereine Frauen kennen, die die Pflege aufgegeben hatten und in verschiedenen Bereichen arbeiteten. Zunächst lebten die Frauen gemeinsam in einer größeren Mietwohnung, später wurden sie nach und nach unabhängig und jede fand ihre eigene Wohnung. Hana wohnt wegen der Reisen zu ihren Kindern mit einer Freundin zusammen, die ebenfalls Kinder im Ausland hat. Sie schafften es in letzter Minute und die Frauen konnten das Minimum an Jahren für die Rente arbeiten. Es kommt vor, dass sie sich in der Wohnung auch ein halbes Jahr nicht sehen!

Hana reist oft zu ihren Kindern und Enkeln, hauptsächlich in den Ferien. Sie kümmert sich um die Enkel, kocht slowakische Gerichte und hilft mit ihrer Anwesenheit. Die Kinder verlangen nichts von ihr, im Gegenteil, sie bezahlen ihr sogar das Flugticket.

Die Freundschaft mit Landsfrauen besteht bis heute und die „Damen“ nutzen regelmäßig verschiedene Rabatte für Rentner in der Slowakei und besuchen außerhalb der Saison die Thermen. Hana lächelt glücklich auf den Fotos und fügt hinzu: „Ich habe viel durchgemacht – 24-Stunden-Schichten ohne Pause, mich an schwierige Charaktere anpassen, Arroganz und minimale Dankbarkeit.“

Heute lebt Hana ihren Traum, fliegt „von den einen zu den anderen“ und lebt in den Pausen aktiv das Vereinsleben. Sie plant keine Rückkehr in die Slowakei, dort erwartet sie außer Gräbern niemand.

Zum Schluss fügt Hana hinzu: „Ich freue mich, wie sich mein Leben positiv entwickelt hat und mit meinen Freundinnen fühle ich mich nicht allein. Ich weiß nicht, wie lange ich hier noch bleiben werde, ich wünsche mir nur Gesundheit, der Rest wird von selbst kommen.“

Ihre Jana

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Illustrationsfoto: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-turm-kirche-stadtisch-14568400/