Die Rückkehr der Ferdinand-Bäder an der Eisernen Quelle

Die Eiserne Quelle war schon immer eine Herzensangelegenheit der Bratislaver. Nur einen Sprung vom Trubel der Stadt entfernt, taucht man plötzlich in eine ganz andere Welt ein — in die Stille des Waldes, wo die Vydrica plätschert und die Zeit irgendwie langsamer vergeht. Lange sind wir jedoch um diesen Ort herumgegangen, ohne uns voll bewusst zu sein, welche Schätze er birgt. Heute entsteht hier jedoch etwas Außergewöhnliches. An den Stellen, wo einst die berühmten Ferdinand-Bäder standen, wächst ein Raum, der der Eisernen Quelle ihre ursprüngliche Seele zurückgibt.

Die gesamte Idee des neuen Areals basiert auf einer reichen Geschichte. Bereits im Jahr 1821 wurde hier eine heilende eisenhaltige Quelle entdeckt, die jedoch allmählich in Vergessenheit geriet. Während kürzlicher Bauarbeiten gelang es jedoch, sie wieder zu entdecken. Heute untersuchen Experten ihre Zusammensetzung und suchen nach Möglichkeiten, wie wir sie wieder nutzen können. Es handelt sich nicht um ein kaltes kommerzielles Projekt. Hier entsteht ein Ort, an dem die Menschen durchatmen, langsamer werden und neue Energie in der hektischen Welt von heute tanken können.

Respekt vor der Geschichte ohne überflüssige Kopien

Die ursprünglichen Badegebäude sind nach der Abrissarbeiten im Jahr 1970 leider praktisch verschwunden und es blieb kaum etwas von ihnen übrig. Anstatt künstliche Kopien zu errichten, entstehen völlig neue Gebäude. Ihre Formen, Höhen und schrägen Dächer knüpfen jedoch sehr sensibel an die ursprünglichen Ferdinand-Bäder an. Alles ist so gestaltet, dass die neuen Gebäude sich natürlich mit den umliegenden Bäumen und dem Wald verbinden, als ob sie schon immer dort gestanden hätten.

Ehrliche Handwerkskunst

Heute stehen hier bereits zwei Hauptgebäude und haben ihre endgültige Form. Die Handwerker haben Dächer aus echtem Schiefer, Kupferverkleidungen, Holzgesimse und Gaubenfenster fertiggestellt. Anstelle schneller moderner Materialien entschieden sich die Bauherren für ehrliches traditionelles Handwerk. Sie arbeiten mit massivem Holz, Stein und Kupfer. Heute Handwerker zu finden, die solche alten Techniken noch beherrschen, ist äußerst schwierig. Auch deshalb dauert der Bau etwas länger, aber das Ergebnis und die Atmosphäre sind jede Minute des Wartens wert.

Allmähliche Transformation des umliegenden Parks

Während die Gebäude selbst fast fertig sind, herrscht um sie herum immer noch reges Baugeschehen. Es wird intensiv an Wegen, Steinpflasterungen, Zäunen und Geländeanpassungen gearbeitet. Die Natur und der neue Park benötigen ihre Zeit, um zusammenzuwachsen und einen angenehmen Schatten zu schaffen. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der Hauptteil des gesamten Areals bereits bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein.

Heilung durch Stille, Tiere und Kultur

Der neue Komplex wird nicht nur aus schönen Gebäuden bestehen, sondern vor allem aus dem, was in ihnen geschehen wird. Geplant sind Klangbäder für tiefe Entspannung, Hippotherapie, Tiergestützte Therapie sowie verschiedene Übungen. Darüber hinaus finden die Besucher hier ein angenehmes Restaurant mit gesunder Küche und Räumlichkeiten für kulturelle oder gemeinschaftliche Treffen.

Tempel des Buches für die Seele

Zu den schönsten Teilen des gesamten Vorhabens gehört der sogenannte Tempel des Buches. In einem der Pavillons entsteht eine gemütliche Buchhandlung, die mit dem Cafébereich Libresso verbunden ist. Die Bücher werden hier nicht nur im Regal liegen, sondern werden zum Hauptschmuckstück des gesamten Interieurs. Originelle Kunstböden, Reliefs an den Wänden und der Duft von Kaffee schaffen hier den perfekten Ort für jeden, der gerne mit einem guten Buch in der Hand Platz nimmt.

Dieses einzigartige Projekt verbindet Architektur, Natur und die Sorge um die psychische Gesundheit. Die Eiserne Quelle erhält so wieder ihre ursprüngliche Funktion — sie wird zu einem einladenden Oasenort, an dem wir Ruhe finden und neue Kräfte im engen Kontakt mit der Natur tanken können.

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Verwendete Quellen:

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Illustrationsfoto: Von Tomáš Bartovič – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=133808623

Autor: Eva Vengrická

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