Kürbisfest: Margareten lädt zur Feier ein, die Generationen verbindet

Der Herbst in der Großstadt muss nicht nur grau und kalt sein. Der Wiener Bezirk Margareten beweist, dass der Beginn der kürzeren Tage eine ideale Gelegenheit ist, nachbarschaftliche Beziehungen zu stärken und unvergessliche Erlebnisse zu schaffen. Das bereits traditionelle Kürbisfest verwandelt erneut den Siebenbrunnenplatz in ein pulsierendes Zentrum des Gemeinschaftslebens, dessen Höhepunkt ein magischer Fackelzug sein wird.

Mit dem Einzug des Oktobers füllen sich die Straßen der Städte nicht nur mit buntem Laub, sondern auch mit orangefarbenen Kürbissen, die zu einem unverzichtbaren Symbol des Herbstes geworden sind. Während sie für manche eine kulinarische Delikatesse in Form von Suppe oder Risotto darstellen, sind sie für andere eine Leinwand für kreatives Schnitzen und ein fester Bestandteil der Halloween-Vorbereitungen. Im fünften Wiener Bezirk, Margareten, symbolisiert der Kürbis jedoch etwas mehr – Tradition, Gemeinschaftsgefühl und Freude an gemeinsamen Momenten.

Bereits heute, am 16. Oktober 2025, wird der Siebenbrunnenplatz erneut zum Schauplatz des beliebten Kürbisfestes. Die Veranstaltung, die sich im Laufe der Jahre einen Ruf als eines der am meisten erwarteten Herbstevents im Bezirk erarbeitet hat, zieht jährlich Hunderte von Bewohnern an, von den kleinsten Kindern bis zu Senioren. Der Eintritt zum Fest ist traditionell frei, was das Hauptziel unterstreicht: für alle zugänglich zu sein und den Gemeinschaftsgeist in diesem dicht besiedelten Stadtteil zu stärken.

Der Duft von Suppe und mittelalterliche Musik

Das Programm des Festes ist so gestaltet, dass jeder etwas für sich findet. Bereits am Nachmittag füllt sich der Platz mit Tischen, an denen Familien mit Kindern ihre Geschicklichkeit beim Kürbisschnitzen ausprobieren können. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, und nach einigen Minuten verwandeln sich gewöhnliche Früchte in lächelnde, gruselige oder originelle Gesichter, die am Abend Teil der Lichtdekoration werden. Für die kleinsten Besucher wird das beliebte Gesichtsmalen angeboten, das sie für einen Moment in märchenhafte Wesen oder Tiere verwandelt.

Die Atmosphäre wird durch mittelalterliche Musik und Auftritte von Gauklern bereichert, die mit ihren Kunststücken und Jonglierkünsten die Besucher in längst vergangene Zeiten entführen. Bei dem kühlen Oktoberwetter wird alle eine kostenlose Kürbissuppe erfreuen und wärmen, deren Duft von Zimt und Muskatnuss durch den gesamten Platz zieht. Es handelt sich nicht nur um einen einfachen Imbiss, sondern um ein Zeichen der Gastfreundschaft, das für dieses Fest typisch ist.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Bezirksleitung und der Organisation Wohnpartner-Wien organisiert, die sich seit langem auf die Förderung des Gemeinschaftslebens und guter nachbarschaftlicher Beziehungen in kommunalen Wohnanlagen konzentriert. Genau diese Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg des Festivals, da sie die Selbstverwaltung direkt mit den Bedürfnissen der Bewohner verbindet.

Der neue Bürgermeister und die Kraft der Tradition

Das diesjährige Fest wird auch für den neuen Bürgermeister des Bezirks, Michael Luxenberger von den Grünen, etwas Besonderes sein. Es wird sein erstes Kürbisfest in seiner neuen Funktion sein, was er mit großer Vorfreude betrachtet. „Das Kürbisfest hat in Margareten eine lange und schöne Tradition. Jedes Jahr im Oktober feiern wir hier gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen den Herbstbeginn durch dieses schöne Kürbis-Event. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Jahr, am 16. Oktober, das Festival zum ersten Mal in der Rolle des Bürgermeisters begleiten kann,“ äußerte Luxenberger gegenüber meinbezirk.at. Seine Worte bestätigen die Bedeutung von Kontinuität und der Bewahrung bewährter Traditionen, die die Identität des Bezirks prägen.

Höhepunkt des Abends: Der Lichterzug

Der absolute Höhepunkt des gesamten Festes ist ohne Zweifel der gemeinsame Fackelzug. Punkt 17:30 Uhr, wenn es über Wien dunkel wird, verwandelt sich der Platz in ein Meer von flackernden Lichtern. Kinder und Erwachsene zünden Fackeln und Laternen an und machen sich gemeinsam auf den Weg durch die Straßen des Bezirks in Richtung des bekannten Wohnkomplexes Reumannhof.

Dieser Akt hat eine tiefe Symbolik. Es ist nicht nur ein Spaziergang, sondern ein gemeinsames Ritual, das die herbstliche Dunkelheit erhellt und den Zusammenhalt der Gemeinschaft demonstriert. Der Anblick von Hunderten von Menschen, die Seite an Seite mit Flammen in den Händen gehen, ist ein starkes emotionales Erlebnis, das bei den Kindern Erinnerungen für ein ganzes Leben hinterlässt. Der Zug stellt zudem eine symbolische Verbindung zwischen dem zentralen Platz und den Wohngebieten des Bezirks dar und erinnert daran, dass der öffentliche Raum allen seinen Bewohnern gehört.

Das Kürbisfest in Margareten ist somit mehr als nur eine saisonale Veranstaltung. Es ist ein lebendiger Beweis dafür, dass auch in der Anonymität der modernen Großstadt Raum für persönliche Begegnungen, Freude und ein Gefühl der Zugehörigkeit geschaffen werden kann. Es ist eine Investition in das soziale Kapital, die sich für den Bezirk vielfach in Form einer zufriedeneren und solidarischeren Gemeinschaft auszahlt.

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Quelle: https://www.meinbezirk.at/7717708?f Foto: https://wohnpartner-wien.at/aktuelles/detail/halloweenstimmung-in-margareten-kuerbisschnitzen-fackelumzug-und-akrobatik