Heldentat in Penzing: Nachbarn zogen Frau aus den Flammen, sie kämpft um ihr Leben

Der Sonntagabend verwandelte sich in einem der Wohnhäuser im Wiener Stadtteil Penzing in ein Drama. Aus einer der Wohnungen drang dichter Rauch und Flammen schlugen hoch. Während die professionellen Retter eintrafen, entschieden der Mut und die schnelle Reaktion ihrer Nachbarn über das Schicksal der 59-jährigen Bewohnerin, die sie buchstäblich aus der Hölle der Flammen zogen. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Es war ein ruhiger Sonntagabend, wie es sie in den Wohnvierteln Wiens hunderte gibt. Kurz nach halb acht jedoch wurde diese Illusion durch den Geruch von Rauch und anschließend durch das Geräusch von Feuerwehrsirenen durchbrochen. In einer der Wohnungen eines mehrstöckigen Hauses an einer bislang nicht näher bezeichneten Adresse im 14. Wiener Bezirk Penzing brach ein Feuer aus. Für die 59-jährige Mieterin verwandelte sich ihr Zuhause in einem Bruchteil einer Sekunde in eine tödliche Falle.

Bevor die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, zeigte sich jedoch die Kraft menschlicher Solidarität. Mehrere Nachbarn zögerten keinen Augenblick. Als sie erkannten, aus welcher Wohnung die Gefahr ausging, rannten sie zur Hilfe. Es gelang ihnen, in die verrauchte Wohnung einzudringen und die Bewohnerin zu finden, die sie anschließend in Sicherheit auf den Flur evakuierten. Ihre Geistesgegenwart und ihr Mut haben ihr mit großer Wahrscheinlichkeit das Leben gerettet.

Entscheidende Minuten

Kurz darauf trafen die Profis ein. Die Wiener Berufsfeuerwehr begann sofort mit der Bekämpfung des Feuers, das ihnen laut offiziellen Informationen in sehr kurzer Zeit unter Kontrolle gelang und gelöscht werden konnte. Damit verhinderten sie eine Ausbreitung auf weitere Wohneinheiten und verhinderten so eine noch größere Katastrophe.

Parallel dazu fand der Kampf um das Leben der verletzten Frau statt. Die Teams der Wiener Berufsrettung übernahmen sie von den Nachbarn und begannen mit der Bereitstellung von notfallmedizinischer Versorgung direkt vor Ort. Nach Stabilisierung der grundlegenden Lebensfunktionen wurde sie mit schweren Verletzungen, deren Umfang nicht näher spezifiziert wurde, in eines der Wiener Krankenhäuser gebracht.

Das Feuer hatte jedoch auch andere Bewohner des Hauses betroffen. Fünf von ihnen hatten sich wahrscheinlich mit Rauchgas vergiftet. Die Retter untersuchten und behandelten sie vor Ort. Ihr Zustand erforderte glücklicherweise keinen Krankenhausaufenthalt, und nach der Kontrolle konnten sie in die häusliche Pflege entlassen werden. Für sie sowie für die anderen Bewohner war es zweifellos ein schockierendes Erlebnis.

Ursache wird von Experten untersucht, Fremdverschulden ausgeschlossen

Nach dem Löschen der Flammen und der Sicherung des Ortes übernahmen die Ermittler die Initiative. Der Fall wird von einer spezialisierten Gruppe zur Brandermittlung (Brandgruppe) des Landeskriminalamtes Wien bearbeitet. Ihre Aufgabe ist es, das Brandruine gründlich zu untersuchen und die genaue Ursache des Feuers zu ermitteln.

Bereits die ersten Erkenntnisse aus der Besichtigung des Ortes lieferten wichtige Informationen. „Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen können wir Fremdverschulden ausschließen“, erklärte die Polizei in ihrem offiziellen Bericht. Das bedeutet, dass das Feuer höchstwahrscheinlich nicht durch vorsätzliches Handeln einer dritten Person entstanden ist. Die Ermittler konzentrieren sich nun auf mögliche technische Defekte, wie einen Kurzschluss in der Elektroinstallation, einen Gerätefehler oder auf unabsichtliches Handeln aus Nachlässigkeit, beispielsweise im Zusammenhang mit Kochen oder Rauchen. Die genaue Ursache wird jedoch erst nach Erstellung von Gutachten bekannt sein.

Dieser Vorfall erinnert erneut daran, wie wichtig gute nachbarschaftliche Beziehungen und menschliche Aufmerksamkeit sind. In der Anonymität der Großstadt kommt es oft vor, dass Menschen, die nebeneinander leben, sich kaum kennen. Die Geschichte aus Penzing ist jedoch ein klarer Beweis dafür, dass die Bereitschaft zu helfen und der Mut zu handeln in kritischen Momenten den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten können. Während die professionellen Einsatzkräfte ihre Arbeit mit maximaler Effizienz verrichteten, wurden die wahren Helden des Sonntagabends zu gewöhnlichen Menschen, die sich nicht gleichgültig gegenüber dem Schicksal ihrer Nachbarin zeigten.

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Quelle: LPD Wien Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wien-Penzing_-_Gemeindebau_Hickelgasse_16.jpg