Aggressive 24-Stunden-Pflegekraft in Wien: Mit drei Promille griff sie die Familie eines Seniors an

Die häusliche Pflege sollte für Familien von kranken und älteren Menschen ein Synonym für Sicherheit, Entlastung und professionellen Umgang sein. Der Wiener Stadtteil Donaustadt wurde jedoch zum Schauplatz eines Vorfalls, der die Kehrseite dieses Segments zeigt, wenn der menschliche Faktor versagt. Spät am Montagabend verwandelte sich eines der dortigen Einfamilienhäuser in einen Albtraum, nachdem eine 41-jährige Frau, die einen 24-Stunden-Pflegedienst ausübte, verbal und physisch die Familienmitglieder angriff, um deren Angehörigen sie sich kümmern sollte. Der gesamte Vorfall gipfelte in einem Einsatz der österreichischen Polizei, einer vorübergehenden Festnahme und der Feststellung eines massiven Alkoholgehalts im Blut der Mitarbeiterin.
Laut offiziellen Polizeiberichten und verfügbaren Informationen aus der Untersuchung eskalierte die Situation gegen Viertel vor elf Uhr abends. Der Eskalation war jedoch eine längerfristige Anspannung vorausgegangen, die mit dem Konsum von alkoholischen Getränken direkt am Arbeitsplatz zusammenhing. Die Pflegekraft hatte bereits vor dem eigentlichen Angriff wiederholt und unkontrolliert Alkohol direkt in den Räumlichkeiten des Einfamilienhauses konsumiert, was natürlich auf Unverständnis und Ablehnung seitens der Angehörigen des betroffenen Patienten stieß.
Ablauf des Konflikts und körperlicher Angriff
Der Auslöser des offenen Konflikts war eine Konfrontation bezüglich des Verhaltens der Pflegekraft. Die Frau, die unter dem Einfluss von Alkohol stand, war nicht nur nicht in der Lage, ihre Pflichten angemessen zu erfüllen, sondern begann auch, im Haus Unordnung zu machen. Zeugenaussagen zufolge schüttete sie Bierdosen im Innenraum aus und warf sie auf den Boden. Als sie der 70-jährige Ehemann der gepflegten Frau auf dieses Verhalten hinwies und versuchte, die Situation zu klären, reagierte die Pflegekraft aggressiv. Ihre Frustration und Wut ließ sie direkt an dem älteren Mann aus, wobei sie ihm Verletzungen zufügte.
In den Streit und die anschließende Auseinandersetzung griff sofort der 45-jährige Sohn des Seniors ein, der seinen Vater vor der wütenden Frau schützen wollte. Die Aggressivität der Pflegekraft richtete sich jedoch in diesem Moment gegen ihn. Die Frau begann, ihn ohne Vorwarnung mit Fäusten anzugreifen und ihn körperlich zu attackieren. Neben körperlicher Gewalt ging sie auch zu ernsthaften verbalen Drohungen über. Sie drohte dem Sohn des Seniors vulgär mit dem Tod. Laut Polizeibericht äußerte sie im Affekt, dass ihre Brüder ihn finden und ihm das Leben nehmen würden.
Angesichts des unkontrollierbaren Verhaltens der Frau und der unmittelbaren Bedrohung für Leben und Gesundheit alarmierte die Familie sofort die Wiener Polizei. Nach dem Eintreffen der Polizeistreifen am Tatort wurde die 41-jährige Frau festgenommen.
Extrem hoher Alkoholgehalt und rechtliche Folgen
Die herbeigerufenen Polizisten führten bei der aggressiven Frau einen Atemalkoholtest durch. Das Ergebnis schockierte sogar die anwesenden Gesetzeshüter, da das Gerät einen Wert von fast drei Promille im Blut anzeigte. Eine so hohe Alkoholkonzentration bei einem Erwachsenen grenzt an eine Alkoholvergiftung und schließt nahezu jede Fähigkeit zum rationalen Denken aus, ganz zu schweigen von der verantwortungsvollen Pflege eines immobilen oder kranken Patienten.
Die österreichischen Behörden und die Polizei reagierten umgehend und kompromisslos auf diesen gefährlichen Vorfall. Gegen die Frau wurden strenge Maßnahmen und rechtliche Schritte eingeleitet. Sie wurde vor Ort vorläufig festgenommen und in eine Polizeizelle gebracht. Die Polizei verhängte sofort ein striktes Betretungsverbot für das Haus der Familie und ein Annäherungsverbot an die Opfer des Angriffs. Die Frau sieht sich Anklagen wegen körperlicher Angriffe und gefährlicher Drohungen gegenüber.
Gegen die Festgenommene wurden mehrere verwaltungsrechtliche Anklagen erhoben. Dazu gehören die Störung der öffentlichen Ordnung und Nachtruhe, die Verletzung der öffentlichen Anstandspflicht und extrem aggressives Verhalten gegenüber der Umgebung. Die Polizei meldete die Frau auch wegen Verstoßes gegen die Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes und des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes in Österreich, was für sie fatale Folgen im Hinblick auf die Möglichkeit eines weiteren Aufenthalts im Land haben könnte.
Systemisches Problem im Bereich der 24-Stunden-Pflege
Dieser Vorfall eröffnet erneut eine breitere Diskussion darüber, wie das System der 24-Stunden-Häuslichen Pflege in Österreich funktioniert. Tausende Familien sind zu 100 Prozent auf die Hilfe von externem Personal angewiesen, das oft unter einem Dach mit der gepflegten Person lebt. Die Arbeit von Pflegekräften ist psychisch und physisch äußerst anspruchsvoll, was jedoch in keiner Weise die Versäumnisse rechtfertigt, die in Wien geschehen sind.
Experten weisen seit langem darauf hin, dass Familien bei der Auswahl des Personals ausschließlich mit zertifizierten und überprüften Agenturen zusammenarbeiten sollten, die regelmäßige Kontrollen ihrer Mitarbeiter durchführen und ihnen die notwendige psychologische Unterstützung bieten. Wenn bei einem Pflegekraft Probleme mit Alkohol oder Wutausbrüche auftreten, ist es die Pflicht der Agentur, eine solche Person sofort aus der Familie abzuziehen. In diesem konkreten Fall erlebte die Familie eine längere Phase der Unsicherheit, die in einen physischen Konflikt mündete, dem durch rechtzeitiges Eingreifen hätte vorgebeugt werden können. Der Fall bleibt weiterhin im Ermittlungsstadium der Wiener Polizei.
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Verwendete Quellen:
- https://www.heute.at/s/mit-drei-promille-betreuerin-attackiert-pensionisten-120206477
- https://www.vienna.at/wiener-24-stunden-betreuerin-mit-3-promille-im-blut-verletzte-und-bedrohte-familienangehoerige/10238735
- https://www.krone.at/4170443
Foto: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-portrat-lacheln-ohne-hemd-10598245/












